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Neue Laborsaison
Das DesignLabor Bremerhaven startete im Oktober wieder mit sieben jungen Diplomdesignern als neue Stipendiaten in die Laborsaison 2000/01.
 

Aufgabe des DesignLabor ist es, mit innovativen Studien Impulse in die Wirtschaft zu geben.

Die aktuellen Projekte des DesignLabor knüpfen großenteils an bereits bestehende regionale wie internationale Kooperationen zu renommierten Unternehmen an. Nachfolgeprojekte resultieren aus der erfolgreichen Arbeit mit Auftraggebern der Nahrungsmittelindustrie, der Luft- und Raumfahrt und der High-Tech Elektronik.
Für den Bremer Senator für Wirtschaft und Häfen wird das bereits in der letzten Laborsaison gestartete Projekt zur touristischen Erschließung des Überseehafens fortgeführt. Auch für Abet Laminati in Italien arbeitet das DesignLabor jetzt zum zweiten Mal: Nach der erfolgreichen Gestaltung neuer Konzepte für die Laminatherstellung im letzten Jahr geht es diesmal um einen Auftrag in der Materialforschung. Daneben sorgen neue Projekte  und Partner im Bereich Badausstattung und für den Mosaikhersteller Bisazza in Italien für ein vielseitiges  Arbeitsprogramm.

Unter der fachlichen Leitung  von externen internationalen Designspezialisten wie Ed Annink (Den Haag), Sebastian Bergne (Bologna/London), Georg Christoph Bertsch (Frankfurt am Main), Prof. Gert Dumbar (Den Haag), Prof. Johannes Peter Hölzinger (Bad Nauheim / Nürnberg) und Marc Sadler (Mailand)  wird das vielseitige Spektrum an Aufgaben und Projekten bearbeitet.

Auf die Stelle der Projektmanagerin im DesignLabor wurde im Oktober Christina Kaufmann übernommen, die im vergangenen Jahr ebenfalls Stipendiatin des DesignLabor war. Die ausgebildete Tischlerin studierte  an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken Produktdesign. Noch während des Studiums entwarf und realisierte sie das „Hotel Bard“ in Theley, ein Projekt, das 1998 in der italienischen Designzeitschrift Domus der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Als Praktikantin war sie neun Monate bei Enzo Mari in Mailand tätig.

Die Stipendien werden jetzt zum fünften Mal vom Bremer Senator für Wirtschaft und Häfen vergeben. Die Auswahl der Stipendiaten traf die Jury bestehend aus den Vorstandsmitgliedern Prof.François Burkhardt, Prof. Gert Dumbar, Prof. Hansjerg Maier-Aichen, dem Geschäftsführer der Bremer Design GmbH Prof. Dr. Klaus Berthold und der Leiterin des DesignLabor Anne Havliza. Die ausgewählte Designergruppe repräsentiert mit unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten und Arbeiten eine große Vielfalt an Know-How. Zum neuen Team gehören:

Frank Heisig,
Industrie-Design Studium an der Fachhochschule Darmstadt,
hat in Zusammenarbeit mit einem Studienkollegen ein Sportfluggerät als Abschlußarbeit entworfen, das dem Piloten ein völlig neuartiges, unmittelbares Fluggefühl vermittelt. Ein durchschnittlich ambitionierter Sportler kann mit dem Gerät unter Einsatz seiner Muskelkraft und  Photovoltaikenergie Flüge unter- nehmen. Während seines Studiums hat der ausgebildete Werkzeugmechaniker 2 Praxissemester in Designbüros absolviert und erfolgreich an Austellungen teilgenommen.

Magdalena Nowak,
Industrie-Design Studium an der Kunstakademie Warschau,
entwickelte im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein Rettungsset, das einen sicheren Transport von Verletzten per Hubschrauber aus schwer zugänglichen Orten mit beschränktem Raum ermöglicht. Das Bergungsset ist auf der „Design 2000“ in Warschau ausgestellt worden. Bereits während des Studiums ist M.Nowak mehrfach für ihre Arbeiten ausgezeichnet worden.

Alexandra Zaree Parsi,
Studium Produktgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, hat unter der Fragestellung „Wieviel Spannung braucht der Mensch?“ ein Sitz- und Liege- möbel gestaltet. Eine Stahlrahmenkonstruktion ist so mit einem Textil bespannt, daß sie verschiedene Sitz- und Liegekonfigurationen ermöglicht. Während ihres Studienaufenthaltes an der Universität Kingston, Großbritanien, hat sie für ein für Ronson gestaltetes Feuerzeug einen Preis erhalten. Die gelernte Holzmechanikerin hat außerdem Fachliteratur veröffentlicht.

Martin Schickl,
Produkt-Design Studium an der ‘Fachhochschule Schwäbisch Gmünd und an der Kunsthochschule Berlin Weißensee / HfG, hat als Diplomarbeit ein „Hovercraft- Rettungsboot“ entworfen. Der Entwurf nutzt seine amphibischen Fahreigenschaften bei Rettungseinsätzen wie Evakuierungen, Bergungen, Vermisstensuchen oder auch bei stationären Vermessungs- und Taucharbeiten. Das Luftkissenboot ist mit zwei Preisen ausgezeichnet worden.  Neben seinem Studium war er als freier Mitarbeiter für das Büro Staubach in Berlin tätig.

Katja Schmitt,
Studium Produktgestaltung HfG Offenbach, entwickelte ein neues Konzept für den Umgang mit Uniformen im Dienstleistungsbereich am Beispiel der Lufthansa. Bereits während des Studiums wurde sie mit verschiedenen Preisen für Entwürfe von Möbeln und Ausstellungssystemen ausgezeichnet. Nach dem Studium arbeitete sie  in London im Bereich Neue Medien.

Nora Schneider,
Industrie-Design Studium an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart, gestaltete als Diplomarbeit ein Wintersportgerät „snow diver“, ein Ganzkörper- schlittenanzug mit sich aufblasenden Kufenkammern, der bereits mehrfach veröffentlicht wurde. Im Rahmen ihres Studiums war sie sechs Monate in „Les Ateliers“, Paris, und hat nach dem Diplom für Designbüros in London gearbeitet.

Peggy Truxa,
Produkt-Design Studium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee / HfG, 
schloß ihr Studium mit dem Entwurf eines Magnetokardiographens ab, einem neuartigen Untersuchungsgerät, mit dem man das Magnetfeld eines Herzens genauer messen kann. Der Entwurf wurde auf dem diesjährigen deutschen Kardiologenkongress der Fachwelt vorgestellt. Die gelernte Goldschmiedin hat mehrere Designpreise erhalten. Sie hat an der University of Art and Design bei Stefan Lindfors in Helsinki studiert und bei Ascom Corporate Industrial Design in der Schweiz gearbeitet.

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